WLSB-Fachtag Integration

 

9. Mai 2020 | SpOrt Stuttgart

 

 

 

WLSB-Fachtag Integration

 

Unsere Gesellschaft wird immer bunter und vielfältiger, jede*r Dritte in Baden-Württemberg hat eine Migrationsbiographie. Dies stellt ein enormes Entwicklungspotential für den organisierten Sport dar. Neben neuen Ideen und Impulsen für ein vielfältiges Vereinsleben, können neue Mitglieder und Ehrenamtliche gewonnen werden. Dabei gelingt Integration im Sport nicht per se, vielmehr sind zielgruppenspezifische Maßnahmen und Angebote notwendig.

Der WLSB veranstaltet daher am 9. Mai 2020 im SpOrt Stuttgart den landesweiten Fachtag Integration, moderiert von SWR-Migrationsexperte Utku Pazarkaya. Eingeladen sind alle interessierten Personen aus Sportvereinen, -verbänden und -kreisen, aus Kommunen und weiteren Organisationen. Mit einem Impulsvortrag und einer Podiumsdiskussion sowie mit zwei Workshoprunden möchten wir Sie für das Themenfeld Integration im und durch Sport sensibilisieren, Anstöße geben, die eigenen Denk- und Verhaltensweisen zu reflektieren sowie Impulse für ein bunteres und vielfältigeres Vereinsleben setzen. In der Mittagspause haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, die vielfältigen Marktplatz- und Mitmachangebote zu erkunden. Programme wie „Willkommen im Sport“ und „Integration durch Sport“, aber auch Sportfachverbände und Vereine stellen sich vor.

 
Teilnahmegebühr, Anmeldung und Lizenzverlängerung

Die Teilnahmegebühr für den Fachtag Integration beträgt 15 Euro. Die Verpflegung (Frühstück, Mittagssnack und Kaffee/Kuchen), bereitgestellt von unserem Cateringpartner braun. Sport GmbH, ist inklusive.

Die Anmeldung erfolgt über das Online-Formular. Anmeldeschluss ist der 2. Mai 2020.

Für die Teilnahme an der Gesamt-Veranstaltung können 6 Lerneinheiten (LE) zur Lizenzverlängerung für ÜL C Breitensport, Vereinsmanager C und Jugendleiter-Lizenz angerechnet werden. Die Anerkennung anderer Lizenzprofile klären Sie bitte mit dem zuständigen Fachverband.

 
Weitere Hinweise

Wir versuchen, allen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen. Sollten Sie Unterstützungsbedarf benötigen, geben Sie dies bitte bei der Anmeldung an. Falls Sie unsicher sind, ob eine Teilnahme für Sie möglich ist, sprechen Sie uns einfach an und wir versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden.

Ebenfalls stellen wir allen Teilnehmenden während der gesamten Veranstaltung einen Ruheraum zum Rückzug oder Gebet zur Verfügung.

 

Gefördert durch

Der WLSB-Fachtag Integration wird gefördert durch das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Der Fachtag wird in Kooperation mit dem Landessportverband Baden-Württemberg e.V., dem Badischen Sportbund Nord e.V. und dem Badischen Sportbund Freiburg e.V. umgesetzt.

 

Programm

ab 9:00 Uhr:                  Ankommen und Anmeldung

09:30 - 09:45 Uhr:         Begrüßung durch Andreas Felchle, WLSB-Präsident
09:45 - 10:00 Uhr:         Grußwort durch Elvira Menzer-Haasis, LSV-Präsidentin

Prof. Dr. Tina Nobis, Juniorprofessorin für Sport, Integration und Migration an der Humboldt-Universität zu Berlin, zum Thema „Sport und Belonging: Wie Sportvereine zu Orten der Zugehörigkeit werden und wie das Recht auf Zugehörigkeit zum Sportverein verwehrt werden kann“

Das Belonging-Konzept nimmt Bezug auf die emotionale Verbundenheit mit sozialen Orten. Es geht dabei um ein Gefühl des zu-Hause-Seins. Einerseits meint Belonging somit „Angekommen-Sein“, andererseits setzt es ein „Angenommen-Werden“ voraus. In dem Vortrag wird das Belonging-Konzept auf den Sport übertragen. Bezugnehmend auf verschiedene empirische Studien über Sportvereine in (post)migrantischen Gesellschaften rücken hier konsequenterweise zwei Fragen in den Mittelpunkt: (1) Wie werden Sportvereine zu Orten, in denen sich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu Hause fühlen? (2) Inwiefern wird in und über Sportvereine das Recht auf Zugehörigkeit – womöglich auch unbewusst und ungewollt – verwehrt?

Podiumsdiskussion mit Teilnehmenden aus Sport, Politik und Wissenschaft: Dr. Tina Nobis (Humboldt-Universität zu Berlin), Dr. Karin Fehres (DOSB-Vorstand Sportentwicklung), Andreas Felchle (WLSB-Präsident), Dr. Martin Correll (BAMF) und Eduard Popp (Ringer und Olympiateilnehmer) diskutieren über Integration und Zugehörigkeit von Menschen mit Migrationshintergrund im Sportverein und der Gesellschaft.

12:00 - 13:30 Uhr:         Mittagspause mit Marktplatz und Mitmachangeboten
Wählen Sie bei der Anmeldung, welchen Workshop Sie besuchen möchten:

A1: Fit für die Vielfalt

A2: Konflikten im Alltag neu begegnen – Betzavta

A3: Diskriminierung erkennen und handeln

A4: Argumentationstraining gegen rechte Sprüche – eine kurze Einführung

A5: Interkulturelle Vereinsentwicklung – Praxiserfahrungen aus Thüringen

A6: Integrative Projekte im Verein – Finanzierung, Versicherung und Vereinsrecht

A7: Frauen mit Migrationsbiographie im Ehrenamt

A8: Integration von Migrant*innen durch Sport?! Fremd- und Selbstbilder von Zugewanderten in als integrativ ausgewiesenen Sportprojekten

A9: Muslim*innen im Sportverein – wie mit besonderen Situationen umgehen?

A10: Cricket – Eine Sportart mit großem Entwicklungspotenzial für jeden Verein

A11: Gorodki – Ein beliebtes osteuropäisches Wurfspiel

Wählen Sie bei der Anmeldung, welchen Workshop Sie besuchen möchten:

B1: Fit für die Vielfalt

B2: Haltung zeigen – Werteorientierte Demokratiebildung im Sport

B3: Was haben Vorurteile mit mir zu tun und wie gehe ich mit Vorurteilen um? – Der Anti-Bias-Ansatz

B4: Argumentationstraining gegen rechte Sprüche – eine kurze Einführung

B5: Interkulturelle Vereinsentwicklung – Praxiserfahrungen aus Thüringen

B6: Integrative Projekte im Verein – Finanzierung, Versicherung und Vereinsrecht

B7: Kommunikation und Interaktion in Sportangeboten für und mit Frauen mit Migrationsbiographie

B8: Teilhabe statt Integration? – Eine Auseinandersetzung mit beiden Konzepten anhand eines „Best-Practice-Beispiels“

B9: Aufsteigender Antisemitismus im Sport – Ein Erfahrungsbericht

B10: Cricket – Eine Sportart mit großem Entwicklungspotenzial für jeden Verein

B11: Gorodki – Ein beliebtes osteuropäisches Wurfspiel

ca. 15:45 Uhr:               Ende der Veranstaltung

Workshops

Workshoprunde A

Wir alle haben unterschiedliche Merkmale, Fähigkeiten und Erfahrungen. Und darin steckt enormes Potenzial. Dieser Workshop soll dabei helfen, die Chancen von Verschiedenheit und kultureller Vielfalt zu erschließen. Durch praktische Übungen, die teils den Körper und stets den Geist in Bewegung bringen, wird Vielfalt umfassend diskutiert und konkret erfahren. Der Workshop ermöglicht den Teilnehmenden die oft überraschende Reflexion des eigenen Verhaltens.

Referenten: Britta Sturm (Bildungsreferentin Badische Sportjugend Freiburg, Referentin Fit für die Vielfalt) und David Scholz (Referent Fit für die Vielfalt)

Betzavta, hebräisch für „Miteinander“, ist ein erfahrungsorientierter Ansatz zur Demokratiebildung. Er stellt die Lebenswelt und Individualität der Menschen genauso in den Mittelpunkt wie ihre Zugehörigkeit zu Gruppen. Gegenseitiges Verständnis, Respekt und Empathie sind dabei zentrale Aspekte.

Ziel des Workshops ist es, Konflikten im Alltag oder im Verein vor diesem Hintergrund neu zu begegnen und die eigene Handlungsfähigkeit auszubauen.

Referenten: Stefanie Hofer und Matthias Kathan (Fachreferenten LpB, Projekt Läuft bei dir!)

In diesem Workshop werden wir auf einige Diskriminierungsformen eingehen und besprechen, ob wir diese als Diskriminierung erkennen, ob wir die Betroffenen-Gruppe benennen können und wie wir gegebenenfalls damit umgehen können. Im Anschluss wollen wir uns drei unterschiedliche Diskriminierungs-Definitionen anschauen und diese im Gespräch vergleichen.

Referentin: Sheena Anderson (Referentin in der politischen Bildung)

Was tun gegen abwertende Parolen im Alltag? Diese Frage stellt sich im privaten wie im öffentlichem Leben. Die kurze Einführung in das Thema Argumentationstraining setzt den Fokus auf Strategien für zivilcouragiertes Verhalten in der Konfrontation mit menschenverachtenden Parolen. Wie können wir eigene Überzeugungen und Stärken in diesen Situationen nutzen, ohne uns aufzureiben? Der Zugang in das Thema erfolgt durch die Problematisierung von Diskriminierung und der Frage nach den Folgen von ungleichen Chancen in unserer Gesellschaft.

Referentin: Yagmur Koreli

Was verstehen wir unter interkultureller Vereinsentwicklung? Im Workshop geben wir einen Einblick über Ansätze, wie ihr interkulturelle Öffnung im Sportverein oder – verband angehen könnt. Wir berichten aus der Praxis und überlegen gemeinsam, was unsere Erfahrungen für eure Vereins- oder Verbandsarbeit bedeutet.

Referentinnen: Tina Czada (AWO) und Jana Conrad (LSB Thüringen e.V.)

Welche alternativen Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für die Umsetzung von integrativen Projekten? Wie funktioniert Crowdfunding? Welche versicherungsrechtlichen Aspekte muss ich bei Nicht-Mitgliedern berücksichtigen? Muss jeder Teilnehmende Mitglied in meinem Verein werden? Mit diesen und weiteren Fragestellungen werden wir uns in diesem Workshop befassen.

Referentin: Deborah Gühne (WLSB-Referentin)

Was bedeutet „Interkulturelle Öffnung“ (in Abgrenzung z.B. zu „Integration“)? Wie finden interessierte Frauen mit Migrationsbiographie einen Sportverein, in dem sie im Ehrenamt tätig werden können? Wie finden Sportvereine interessierte Frauen für ein Ehrenamt? Welche Chancen und Möglichkeiten bieten sich beiden Seiten? Und mit welchen möglichen Barrieren und Herausforderungen sind Vereine und Ehrenamtliche dabei konfrontiert?

Ziele des Workshops: Erfahrungsaustausch und konkrete Anregungen für die Praxis

Referentin: Laura Verweyen (M.A., Frauensportverein Münster e.V., Projekt „Integration of Women in Sports“)

In dem Workshop wird anhand von medialen und (sport-)politischen Kampagnen das öffentliche Bild auf Migrant*innen und den ihnen zugeschriebenen Integrationsbedarf kritisch reflektiert. Neben diesen Fremdbildern von Migrant*innen thematisieren wir die Selbstpositionierungen von Zugewanderten zu den Themen Migration und Integration und beleuchten ihre (teils negativen) Erfahrungen in als integrativ ausgewiesenen Sportprojekten. Darüber soll auch eine Reflexion der eigenen Verhaltens- und Denkweisen in Bezug auf Migrant*innen angeregt und gemeinsam diskutiert werden, welche Handlungsempfehlungen sich aus diesen Erkenntnissen für die Sport(vereins)praxis formulieren lassen.

Referenten: Dr. Alexandra Janetzko & Micòl Feuchter (Refugees Welcome in Sports Oldenburg e. V., Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

Bei der Arbeit mit heterogenen Gruppen im Sportverein können Situationen entstehen, in denen man sich unsicher fühlt, wie man sich verhalten soll.

In diesem Workshop möchten wir die Vielfalt der Muslim*innen in Deutschland kennenlernen und einige Fallbeispiele aus dem Alltag im Sportverein rund um die Themen Islam und Muslim*innen näher betrachten. Wir möchten uns über die Fallbeispiele austauschen, mögliche Verhaltensweisen diskutieren, um einen sicheren Umgang mit besonderen Situationen zu ermöglichen.

Referent: Erkan Binici (M.A., Lehrstuhl für Islamische Religionspädagogik, Zentrum für Islamische Theologie (ZITh) Eberhard Karls Universität Tübingen)

Cricket ist, nach Fußball, die weltweit beliebteste Sportart. In Deutschland noch weitestgehend unbekannt, erlebt Cricket seit einigen Jahren einen enormen Boom. Dies birgt für Sportvereine ein wahnsinnig großes Entwicklungspotential. In diesem Workshop wollen wir gemeinsam die Sportart Cricket näher kennenlernen: Welches Material benötige ich? Welche Regeln gelten? Wie sieht die richtige Technik aus? Darüber hinaus berichtet der TV Pflugfelden von seinen Erfahrungen in der Gründung einer Cricketabteilung und welche positiven Aspekte sich daraus für den Verein entwickelt haben.

Referenten: TV Pflugfelden, Stützpunktverein im Programm „Integration durch Sport“

Schon einmal was von Gorodki gehört? In diesem Praxisworkshop wollen wir das beliebte osteuropäische Wurfspiel näher kennenlernen. Bei der SG Reutlingen ist Gorodki seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Vereins und erfreut sich großer Beliebtheit unter den Mitgliedern. Gorodki bietet optimale Voraussetzungen, um einen sozialen Treffpunkt im öffentlichen Raum einzurichten, an dem sich Menschen verschiedener Kulturen begegnen können. Also an die Stäbe, fertig, los!

Referenten: SG Reutlingen, Stützpunktverein im Progarmm „Integration durch Sport“

 

Workshoprunde B

Wir alle haben unterschiedliche Merkmale, Fähigkeiten und Erfahrungen. Und darin steckt enormes Potenzial. Dieser Workshop soll dabei helfen, die Chancen von Verschiedenheit und kultureller Vielfalt zu erschließen. Durch praktische Übungen, die teils den Körper und stets den Geist in Bewegung bringen, wird Vielfalt umfassend diskutiert und konkret erfahren. Der Workshop ermöglicht den Teilnehmenden die oft überraschende Reflexion des eigenen Verhaltens.

Referenten: Britta Sturm (Bildungsreferentin Badische Sportjugend Freiburg, Referentin Fit für die Vielfalt) und David Scholz (Referent Fit für die Vielfalt)

Ehrenamtlich Engagierte im Sport sind neben ihrer Tätigkeit z.B. als Übungsleiter*innen häufig Vorbilder für Jugendliche und Vermittler*innen von Werten. Gleichzeitig haben sie oft ein besonderes Vertrauensverhältnis zu ihren Jugendlichen. Ihr Umgang mit Diskriminierung und Abwertungen um und auf dem Sportplatz ist deshalb besonders wichtig. Dieser Workshop thematisiert notwendige Grundlagen, um Abwertungen zu erkennen, im richtigen Moment Haltung zu zeigen und Diskriminierung keinen Platz zu bieten.

Läuft bei Dir! Ist ein Projekt der Baden-Württemberg Stiftung das von der  Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Stiftung Weltethos durchgeführt wird.

Referenten: Stefanie Hofer und Matthias Kathan (Fachreferenten LpB, Projekt Läuft bei dir!)

Was haben Vorurteile mit mir zu tun, habe ich oder wann habe ich selbst Vorurteile? Bin ich oder wann bin ich von Vorurteilen betroffen? Wie kann ich damit umgehen? In diesem Workshop wird der Anti-Bias-Ansatz in Kürze vorgestellt und anhand einer Beispiel-Übung besprochen.

Referentin: Sheena Anderson (Referentin in der politischen Bildung)

Was tun gegen abwertende Parolen im Alltag? Diese Frage stellt sich im privaten wie im öffentlichem Leben. Die kurze Einführung in das Thema Argumentationstraining setzt den Fokus auf Strategien für zivilcouragiertes Verhalten in der Konfrontation mit menschenverachtenden Parolen. Wie können wir eigene Überzeugungen und Stärken in diesen Situationen nutzen, ohne uns aufzureiben? Der Zugang in das Thema erfolgt durch die Problematisierung von Diskriminierung und der Frage nach den Folgen von ungleichen Chancen in unserer Gesellschaft.

Referentin: Yagmur Koreli

Was verstehen wir unter interkultureller Vereinsentwicklung? Im Workshop geben wir einen Einblick über Ansätze, wie ihr interkulturelle Öffnung im Sportverein oder – verband angehen könnt. Wir berichten aus der Praxis und überlegen gemeinsam, was unsere Erfahrungen für eure Vereins- oder Verbandsarbeit bedeutet.

Referentinnen: Tina Czada (AWO) und Jana Conrad (LSB Thüringen e.V.)

Welche alternativen Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für die Umsetzung von integrativen Projekten? Wie funktioniert Crowdfunding? Welche versicherungsrechtlichen Aspekte muss ich bei Nicht-Mitgliedern berücksichtigen? Muss jeder Teilnehmende Mitglied in meinem Verein werden? Mit diesen und weiteren Fragestellungen werden wir uns in diesem Workshop befassen.

Referentin: Deborah Gühne (WLSB-Referentin)

Welche Bedeutung haben Kommunikation und Interaktion bei Sportangeboten, die Frauen mit Migrationsgeschichte einbinden möchten? Dabei geht es sowohl um das Themenfeld „Sport und Sprache“ als auch um die verschiedenen Kommunikationsformen und wie diese in mehrsprachigen Gruppen bewusst eingesetzt werden können, um die Interaktion, das Gruppengefühl und gegenseitiges Vertrauen und Kennenlernen zu fördern.

Ziel des Workshops: Erfahrungsaustausch und konkrete Anregungen für die Praxis

Referentin: Laura Verweyen (M.A., Frauensportverein Münster e.V., Projekt „Integration of Women in Sports“)

Dem inzwischen oftmals kritisierten Konzept der Integration wird das Konzept der Teilhabe gegenübergestellt, welches sich den gleichberechtigen Einbezug aller Teilnehmenden zum Ziel setzt. Das Konzept wird anhand eines „Best-Practice-Beispiels“: „Refugees Welcome in Sports Oldenburg e.V.“ vorgestellt. Der Input der Referentinnen soll als Grundlage dienen, um in interaktiven Gesprächsrunden gemeinsam zu diskutieren, welche Handlungsempfehlungen sich für die Sport(vereins)praxis aussprechen lassen. (In dem ersten Workshop der Referentinnen wird ausführlicher auf die Kritik am Integrationsbegriff eingegangen – die Teilnahme an Workshop 1 wird jedoch für diesen Workshop nicht vorausgesetzt.)

Referenten: Dr. Alexandra Janetzko & Micòl Feuchter (Refugees Welcome in Sports Oldenburg e. V., Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

In diesem Workshop werden wir aktuelle Fälle von Antisemitismus im Sport thematisieren. Was können Vereine und Verbände dagegen tun? MAKKABI Deutschland e.V., als jüdischer Turn- und Sportverband, stellt bewährte Lösungsansätze aus der Praxis vor. Dabei spielen vor allem demokratische Werte im Fußball eine bedeutende Rolle.

Referent: Ariel Leibovici, sportlicher Leiter MAKKABI Deutschland e.V.

Cricket ist, nach Fußball, die weltweit beliebteste Sportart. In Deutschland noch weitestgehend unbekannt, erlebt Cricket seit einigen Jahren einen enormen Boom. Dies birgt für Sportvereine ein wahnsinnig großes Entwicklungspotential. In diesem Workshop wollen wir gemeinsam die Sportart Cricket näher kennenlernen: Welches Material benötige ich? Welche Regeln gelten? Wie sieht die richtige Technik aus? Darüber hinaus berichtet der TV Pflugfelden von seinen Erfahrungen in der Gründung einer Cricketabteilung und welche positiven Aspekte sich daraus für den Verein entwickelt haben.

Referenten: TV Pflugfelden, Stützpunktverein im Programm „Integration durch Sport“

Schon einmal was von Gorodki gehört? In diesem Praxisworkshop wollen wir das beliebte osteuropäische Wurfspiel näher kennenlernen. Bei der SG Reutlingen ist Gorodki seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Vereins und erfreut sich großer Beliebtheit unter den Mitgliedern. Gorodki bietet optimale Voraussetzungen, um einen sozialen Treffpunkt im öffentlichen Raum einzurichten, an dem sich Menschen verschiedener Kulturen begegnen können. Also an die Stäbe, fertig, los!

Referenten: SG Reutlingen, Stützpunktverein im Progarmm „Integration durch Sport“

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