Sportmedizinisches Seminar

Bewegung – Ernährung – Entspannung

 

11. November 2017 im SpOrt Stuttgart

 

 

41. Sportmedizinisches Seminar

Bewegung – Ernährung – Entspannung: Training für Körper, Seele und Geist

Morgens die Kinder zur Schule bringen, dann neun Stunden arbeiten, abends noch Einkäufe und den Haushalt erledigen und nebenbei noch Zeit mit der Familie und Freunden verbringen. In der Hektik des Alltags vergessen wir häufig, auf uns selbst zu achten. Oft bleibt keine Zeit für Sport, gesunde Ernährung und Entspannung. Genau diese drei Komponenten helfen uns jedoch, die innere Balance zu halten sowie leistungsfähig und gesund zu bleiben.

Beim 41. Sportmedizinischen Seminar stehen in diesem Jahr daher die Themen Bewegung – Ernährung – Entspannung im Fokus der Veranstaltung, die gemeinsam mit Experten aus der Sportmedizin, Wissenschaft und Praxis näher betrachtet und diskutiert werden. Warum wir uns mehr und vor allem bewusst Zeit für diese drei wichtigen Bausteine nehmen sollen, erfahren die Teilnehmer beim Sportmedizinischen Seminar aus erster Hand.

Der WLSB lädt alle ein, selbst aktiv zu werden und neue Impulse und Anregungen für die Arbeit im Verein mitzunehmen.

 

Fachvorträge am Vormittag, Workshops am Nachmittag

Am Vormittag der Veranstaltung stehen nach der Begrüßung durch WLSB-Vizepräsidentin Christine Vollmer drei Fachvorträge auf dem Programm: Wie wirken sich Sport und körperliche Aktivität auf unser Herzkreislauf-System aus und wie wird ein gesundheitsorientiertes Training sinnvoll gesteuert? Was zeichnet gesundes Essen aus und welchen Einfluss hat die Ernährung wirklich auf unsere Leistung? Welche Rolle spielt Bewegung beim Umgang mit Belastung und Stress?

Am Nachmittag gibt es in zwei Durchgängen eine Vielzahl an praktischen Workshops, in denen Trainer, Übungsleiter und interessierte Ärzte neue Impulse und Anregungen erhalten, wie sich ein ganzheitliches Training für Körper, Seele und Geist gestalten lässt. Das Themenspektrum reicht von Trainings- und Belastungssteuerung über Vitality Flossing und Faszientraining bis zu Sportstacking und Tennis als Gesundheitssport. Jeder Teilnehmer wählt bei der Anmeldung zwei Workshops aus, die er beim Sportmedizinischen Seminar besuchen möchte.

 

Lizenzverlängerung

Für die Teilnahme an der Gesamt-Veranstaltung können 6 Lerneinheiten (LE) zur Lizenzverlängerung für ÜL C Breitensport, ÜL B "Sport in der Prävention" und ÜL B "Sport in der Krebsnachsorge" angerechnet werden. Die Anerkennung anderer Lizenzprofile klären Sie bitte mit dem zuständigen Fachverband.

Ärzte können 5 CME-Punkte der Landesärztekammer für den Besuch des Sportmedizinischen Seminars erhalten.

 
Teilnahmegebühr und Anmeldefrist

Die Teilnahmegebühr für das 41. Sportmedizinische Seminar beträgt 40 Euro für Übungsleiter, Trainer und alle weiteren Interessieren. Für Ärzte sind es 50 Euro. Ein Mittagessen (von unserem neuen Cateringpartner braun. Sport GmbH) kann für eine Extra-Gebühr von 10 Euro verbindlich dazugebucht werden.

Anmeldeschluss ist der 27. Oktober 2017.

 

Praxis- und Theorieworkshops

 

Das Sportmedizinische Seminar bietet neun Workshops, von denen jeder Teilnehmer zwei belegen kann.

WS 1 bis 7 sind Praxisworkshops, WS 8 und 9 sind Theorieworkshops.

 
Mit dem neuen Gesundheitssportkonzept "Motion on Court" wurde der Deutsche Tennisbund in diesem Jahr mit dem Gütesiegel SPORT PRO GESUNDHEIT vom DOSB ausgezeichnet. "Motion on Court" ist ein abwechslungsreiches Herz-Kreislauf-Training in der Gruppe, bei dem tennisspezifische Inhalte und Übungen genutzt werden. Im Workshop werden ausgewählte Übungsformen aus dem Kurskonzept präsentiert und mit den Teilnehmern in der Praxis durchgeführt. Es ist keine Tenniserfahrung notwendig.

Referent: Fabian Flügel, Deutscher Tennisbund

Leistungsdiagnostik ist wichtig, um den aktuellen Trainingszustand sowie den Erfolg vorheriger Trainingsinterventionen zu überprüfen. Ebenso können die erhobenen Daten in die weitere Trainingsplanung und -steuerung miteinbezogen werden. In diesem Workshop werden diagnostische Verfahren für die verschiedenen motorischen Fähigkeiten – Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit – in der Theorie vorgestellt: Im Mittelpunkt stehen Tests, welche mit einfachsten Mitteln, sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport, angewendet werden können. In Kleingruppen werden diese anschließend beispielhaft in der Praxis durchgeführt und ausgewertet.

Referent: Damien Zaid, Olympiastützpunkt Stuttgart

In unserem Körper ist durch das fasziale System alles miteinander verbunden. Um das Fasziengewebe optimal zu trainieren und eine optimale Faszienstruktur zu erhalten, muss auf allen vier Wirkungsebenen des Fasziensystems gearbeitet werden: Federn, Beleben, Wahrnehmen und Stretchen. Der Workshop zeigt, worauf es bei einem ganzheitlichen Faszientraining ankommt und wie die vier Säulen des Fasziensystems trainiert werden.

Referent: Gideon Kull, Sportvg Feuerbach

DeepWORK verspricht das erste fernöstlich angehauchte Kursformat zu sein, das nicht nur auspowert, sondern auch relaxt – ein Balance-Akt wie Ying und Yang. Durch den ständigen Wechsel zwischen Cardio- und Entspannungsübungen sollen Körper und Geist gleichermaßen beansprucht und in Einklang gebracht werden. Atem- und Halteübungen, die helfen, sich seines Körpers bewusst zu werden, werden von kurzen Sprints, Sprung-Übungen oder Liegestützen abgelöst, die den Stoffwechsel auf Hochtouren bringen. So schwitzt man also, kann aber zugleich abschalten und Stress und Sorgen loslassen.

Referentin: Julia Wiedmann, TheraFit Zentrum Aulendorf

Bei diesem Workshop wird das rasante Becherstapeln ganz praktisch vermittelt: von den Grundlagen über die Wettkampfdisziplinen bis hin zu kreativen Formen und Spiel-Ideen. Sport Stacking trainiert Fingerfertigkeit, Rechts-Links- und Auge-Hand Koordination, Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit und verbessert die Vernetzung der beiden Gehirnhälften. Diese Sportart hat sich aus der Ergotherapie entwickelt und ist die ultimative Herausforderung für Jung und Alt. Die vielfältigen Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten von Sport Stacking wie z. B. in Schul-Vereinskooperationen, im Sportverein, beim Kinderturnen oder im Seniorensport werden aufgezeigt.

Referent: Wolfgang Bleischwitz, TV Zuffenhausen

Flossing ist die Anwendung von elastischen Bändern, die zirkulär um Gelenke und Gewebe gewickelt werden. Die Trainingsmethode basiert auf kompressions-basierten Techniken mit einem elastischen Latexband, dem sogenannten Flossband. Dieses findet hier systematische Anwendung nach Prinzipien aus der Physiotherapie in Verbindung mit dem Functional- und Athletiktraining. Das Vitality Flossing-Konzept setzt neben muskeldynamischen Übungen wie Pendeln, Schwingen und Faszientraining vor allem im Bereich Gelenkmechanik und Gewebegleitfähigkeit an. In diesem Workshop wird gezeigt, wie man Beweglichkeitsdefizite erkennt und mit der Flossingtechnik arbeitet. Ganz nach dem Motto: "Optimieren durch Komprimieren!"

Referentin: Stefanie Rahn, Ausbildungsteam ARTZT-Institut

Taiji Bailong Ball ist eine in China entwickelte Ballspielform, die mit "Schlägern" und Ball in Einzel- wie in Partnerform oder sogar in der Gruppe gespielt werden kann. Es verbindet die harmonischen und fließenden Bewegungen des Taiji mit der westlichen Denkweise des Sports und lässt somit eine völlig neue Bewegungsart entstehen. Sie beinhaltet sowohl das Sanfte, als auch das Starke, die Harmonie zwischen langsamen und schnellen Bewegungen und den Einklang von Geist und Körper. Um Taiji Bailong Ball zu spielen braucht man keine Vorerfahrung in Rückschlagspielen oder dem Taiji.

Referent: Jörg Luthardt, Dipl. Sportlehrer & Taiji- und Qigonglehrer

Ob Schwimmen, Joggen oder Fußball – Menschen, die in ihrer Freizeit regelmäßig Sport treiben, benötigen viel Energie und sollten daher auf eine optimale Zufuhr von Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen achten. Auch kann der Bedarf – je nach konditionellem Anforderungsprofil – stark variieren: Was muss ich als Kraftsportler berücksichtigen und worauf muss ich bei meiner Ernährung als Ausdauersportler achten? Welche Ernährungstrends, wie Superfood & Co. sind sinnvoll und was ist wichtig beim Trinkverhalten? Diesen und weiteren Fragen wird im Workshop auf den Grund gegangen.

Referentin: Dr. Ute Streicher, AOK Baden-Württemberg

Die Bedeutung der Prävention und des Gesundheitssports wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Ärzte und Sportvereine tragen dabei einen wichtigen Teil zur gesundheitlichen Vorbeugung bei: Neben den gesundheitsförderlichen Sport- und Bewegungsangeboten der Sportvereine kommt gerade den Sportärzten eine entscheidende Rolle zu, u. a. in der Beratung zu gesunder Lebensführung oder der medizinischen Begleitung von Sportlern. Es stellt sich also die Frage, wie die vorhandenen Ressourcen und Strukturen von Arztpraxis und Sportverein (noch) mehr genutzt werden können, um die präventive oder auch rehabilitative Aktivität in Sportvereinen zu steigern und mehr Menschen zu Bewegung zu motivieren. Im Workshop werden Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Sportvereinen näher betrachtet und am Beispiel des "Rezeptes für Bewegung" genauer diskutiert.

Referent: WLSB & Sportärzteschaft Württemberg

Programm

ab 8:15 Uhr:      Ankommen und Anmeldung
                         Grußwort: Christine Vollmer, WLSB-Vizepräsidentin Sportentwicklung
                         Prof. Dr. Martin Huonker, Landessportbundarzt und ärztlicher Direktor des Therapiezentrums Federsee
                         Dr. Dierk-Christian Vogt, Kardiologe und Sportmediziner, Ludwigsburg
                         Simon Tress, Spitzenbio-Koch und Teamkoch des TV Rottenburg
11:15 Uhr          Pause
                         Prof. Dr. Reinhard Fuchs, Universität Freiburg, Leiter des Arbeitsbereichs Sportpsychologie am Institut für
                         Sportwissenschaft
12:30 Uhr          Mittagspause
                         Runde 1: 13:30 Uhr bis 14:30 Uhr
                         Runde 2: 14:45 Uhr bis 15:45 Uhr
ca 16:00 Uhr:    Ende der Veranstaltung

Mit freundlicher Unter-stützung der

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Veranstaltungspartner:

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